„Wie entstand mein Interesse an der Natur und an den Tieren“
Mein Atelier liegt in Kanazawa, Ishikawa. Seit ich vor 6 Jahren aus Amerika zurückkam, nahm ich hier meine kreative Arbeit auf. Kanazawa liegt inmitten der Natur, umgeben vom Meer und den Bergen. Verlässt man die Stadt, dann befindet man sich unmittelbar im typisch ländlichen Japan. Mein Interesse an der Natur und an den Tieren wurde früh geweckt. Schon als Kind nahm mich mein Vater mit in die Berge. In unserer Heimatstadt war er freiwilliger Führer am „Berg Haku“, und ich konnte ihn dabei beobachten, wie er den Besuchern die Tier- und Pflanzenwelt des Bergs erklärte und ihnen die Schönheit der Natur unserer Heimatstadt näher brachte. Mich faszinierte die seltene alpine Flora mit ihren Tieren, die ich nirgendwo sonst sehen konnte. Da ich viel Zeit in der Natur verbrachte, war es natürlich, dass ich eine tiefe Liebe dafür entwickelte, gerade so wie mein Vater. Manchmal kommen solche glücklichen Erinnerungen zurück; dann verlasse ich vorübergehend meine Arbeit und gehe in die Berge. In den Wäldern kann ich mit meinem ganzen Körper die Farben, Formen, Gerüche, Klänge und auch die Wärme spüren. Diese ist ein Ausgangspunkt, und er gibt mir Energie für neue Ziele und für neues Schaffen.

„Wie ich die Airbrush kennenlernte“
Um meiner Arbeit Ausdruck zu verleihen, habe ich die Airbrush zu einem wichtigen Bestandteil meines Malzubehörs gemacht. Ich würde sagen, dass mein Kontakt mit der Airbrush der Ursprung meiner Kunst ist. Seit Langem benutze ich Acrylfarben, Pinsel und Ähnliches, und dieses Zubehör ist natürlich unentbehrlich. Die Airbrush verdient jedoch besondere Erwähnung, weil durch sie die pittoresken Ausdrücke und die von mir gewünschten, freieren und umfangreicheren Darstellungen möglich werden.
An einer leistungsorientierten Hochschule belegte ich Mathematik- und Wissenschaftsfächer, wollte auch in einen Medizinberuf. Dann lernte ich etwas über Kunsttherapie. Es ist eine Behandlungsmethode für die Geisteskrankheit, bei der die schöpferischen Prozesse des Patienten therapeutisch eingesetzt werden. Da ich seit meiner Kindheit zeichne, dachte ich über die Möglichkeit nach, andere durch die Kunst zu unterstützen. Dann traf meine Entscheidung und ging an die in diesem Bereich sehr fortschrittliche Universität von Hawaii in den USA. Die Menschen in meinem Umfeld waren von dieser recht abrupten Entscheidung überrascht, zumal ich sie kurz vor den Eintrittsexamen zur Universität traf. Da ich Herausforderungen liebe, hegte ich keine Zweifel. 
Auf Hawaii traf ich auf eine wunderschöne Natur — und auf die Airbrush. Hawaii ist die Insel der Kunst und es gibt eine große Anzahl von einzigartigen Galerien. Mit Begeisterung sah ich, dass die wunderschöne und farbenprächtige Natur auf die vielfältigste Weise dargestellt wurde. Was mich jedoch besonders bewegte und sprachlos machte, war der Umgang mit der Airbrush. Die Erkenntnis, dass die Kunst eine heilende und energetisierende Wirkung auf die Menschen haben kann, veranlasste mich dazu, diese Kunst auszuüben, während ich an der Universität studierte.
Nach einiger Zeit wechselte ich zur Academy of Art University in San Francisco, studierte weiter Kunst. Während ich an der Universität die Grundlagen des Skizzierens erlernte, brachte ich mir den Umgang mit der Airbrush selbst bei. 
Mein Englisch war nicht besonders gut, daher wurde der Unterricht für mich zu einer echten Herausforderung. Da war einmal die amerikanische Art, Diskussionen auf der Grundlage des Unterrichts zu führen, aber auch die Bewältigung meiner zugeteilten Arbeiten, die mir nicht leicht fiel. Dennoch lernte ich die Grundlagen für einen Künstler, wie z. B. die Haltung zur eigenen Arbeit und die objektive Perspektive. 
Nach meinem Abschluss lebte ich in San Francisco, arbeitete halbtags und schuf Kunst. An viele Kunstausstellungen verschickte ich Postkarten, zu einigen brachte ich sogar eine Auswahl meiner Arbeiten, doch selten registrierte ich eine positive Reaktion.
Kurz vor Ablauf meiner Aufenthaltsgenehmigung entschloss ich mich, ein letztes Bild zu malen. Dabei erinnerte ich mich an eine Inspiration auf Hawaii. Ich malte ein von mir schon oft dargestelltes Landtier, welches sich auf dem Meeresgrund entspannte. Das Bild nannte ich „Mother Ocean“ (Mutter Ozean). Und genau dieses Werk wurde ausgezeichnet und gewann den zweiten Preis im 2. Japan Art Academy Award, bei dem es keinen Hauptpreisgewinner gab. Dies führte zu meinem Leben als Künstler. 

 „Über jüngere Werke“
Seit einiger Zeit stelle ich die Bilderrahmen selbst her. Ich kaufe Bretter und Stämme, die nicht entrindet wurden, und bearbeite sie mit einer Säge oder einer Bohrmaschine. Die Formgebung unterscheidet sich von Holz zu Holz, doch stimme ich die Form der Leinwand mit der Form der Jahresringe des Baums ab. Danach lasse ich mich vom Baum inspirieren. Durch die Jahresringe kann ich die Lebensgeschichte und das Gedächtnis des Baumes, der älter als ich ist, fühlen - seine Großartigkeit, seine Zerbrechlichkeit und seine Lebenskraft. Ich möchte auf meine eigene Weise ausdrücken, was der Baum in seinem Leben durchgemacht hat. Bäume sind für mich Mittler zwischen der Menschheit und den Tieren. Ich behandle sie vorsichtig, damit sie meine Gedanken durch meine Arbeit mitteilen und von den Tieren erzählen können.

„Was ich mit meiner Arbeit vermitteln möchte“
Vor allem möchte ich, dass die Menschen Notiz von den wunderschönen Landschaften nehmen und davon, dass es Tiere gibt, die kurz vor ihrem Aussterben stehen. Dann möchte ich durch das Leben und die Tierfamilien die innigen Gefühle der Zuneigung ausdrücken, die auch wir zu unserer Familie und zu anderen haben. 
Auf meinen Motiven haben die Tiere immer jemanden an ihrer Seite. Das kann ein Verwandter, ein Kind, ein Bruder oder ein Freund sein. Die Themen meiner Werke konzentrieren sich auf die Familie. Tiere umsorgen ihre Kinder, Brüder und Freunde ebenso wie wir Menschen. Auch wenn man diese Gefühle nicht erkennen kann, versetzt es Tiere in Alarmbereitschaft, wenn sie uns gegenüberstehen. Daher betrachten einige von uns sie als Feinde oder als besondere Wesen. Wenn wir aber die Liebe sehen, die sie für ihre Familie empfinden und diese mit unseren eigenen Familien und mit der Liebe für unsere Kinder vergleichen, wird sich, so glaube ich, unser Blickwinkel auf die Tiere ändern und wir werden miteinander leben können.
Ich glaube, dass wir uns nicht nur wegen ihrer Schönheit und ihrer Großartigkeit von der Natur angezogen fühlen, sondern weil wir beim Anblick liebevoller Tiere auch an die Liebe unserer Familien und unserer Kinder denken. Wenn ich die Menschen durch meine Arbeit zu mehr Liebe und Mitgefühl inspirieren kann, wäre ich sehr glücklich. Und ich glaube, dass dort, wo sich herzliche Wärme sammelt, auch eine sehr große Kraft entsteht, um der Natur mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sie wertzuschätzen.

KENTARO NISHINO

JAHR UND ORT DER GEBURT: 1980, Japan

BILDUNG: Academy of Art University, San Francisco, U.S.A., Associates Arts Illustration 2003

AUSZEICHNUNGEN: 2004, Semi-Grand Prix in the 2nd Japan Art Academy Awards wich is one of the most largestd art competition in Japan.

AUSSTELLUNG: Tokyo,  New York, Paris, San Francisco, Melborne, Sydney

ORGANISATION MITGLIEDSCHAFT: 2006- Artist for Consercation

Änderungen in der Arbeit
1990 Als ich 10 Jahre alt war, wurde dieses Aquarell in Indien anlässlich des 45. Shankar`s International Children`s Wettbewerbs mit dem Nehru Award ausgezeichnet. Ich liebe es, japanische Landschaften in Aquarell und mit Farbstiften zu malen. In meiner Kindheit spielte ich gerne mit meinen Eltern am Meer und in den Bergen. Mein Vater war ehrenamtlicher Führer am Berg Haku und nahm mich oft ins Gebirge mit. Aus der Sicht eines Kindes gab es am Boden unendlich viele interessante Geschöpfe und Blätter zu entdecken, und oft zeigte ich meinen Eltern meine seltenen Funde.
1998 Als Hochschulstudent begann ich, die Grundlagen des Zeichnens zu erlernen. An einer leistungsorientierten Hochschule belegte ich Mathematik- und Wissenschaftsfächer, wollte auch in einen Medizinberuf. Dann lernte ich etwas über Kunsttherapie. Es ist eine Behandlungsmethode für die Geisteskrankheit, bei der die schöpferischen Prozesse des Patienten therapeutisch eingesetzt werden. Da ich seit meiner Kindheit zeichne, dachte ich über die Möglichkeit nach, andere durch die Kunst zu unterstützen. Dann traf meine Entscheidung und ging an die in diesem Bereich sehr fortschrittliche Universität von Hawaii in den USA. 
2000 Als ich 20 Jahre alt war, verließ ich Japan und studierte in den USA. Während meines Studiums an der Universität von Hawaii, am Kauaii Community College, lernte ich die Technik der Airbrush kennen. Ich besuchte viele Kunstausstellungen und sah eine unendliche Anzahl von Gemälden über die wunderschöne Natur voller Farben. Der reiche Ausdruck und der Realismus der Bilder beeindruckten mich besonders. Dazu kommt, dass das helle Licht Hawaiis und seine lebhaften Farben für jeden künstlerischen Geist eine Inspiration sind und zur Grundlage meines Stils wurden. Die Menschen in meinem Umfeld waren von dieser recht abrupten Entscheidung überrascht, zumal ich sie kurz vor den Eintrittsexamen zur Universität traf. Da ich Herausforderungen liebe, hegte ich keine Zweifel. Auf Hawaii traf ich auf eine wunderschöne Natur — und auf die Airbrush. Hawaii ist die Insel der Kunst und es gibt eine große Anzahl von einzigartigen Galerien. Mit Begeisterung sah ich, dass die wunderschöne und farbenprächtige Natur auf die vielfältigste Weise dargestellt wurde. Was mich jedoch besonders bewegte und sprachlos machte, war der Umgang mit der Airbrush. Die Erkenntnis, dass die Kunst eine heilende und energetisierende Wirkung auf den Menschen haben kann, veranlasste mich dazu, diese Kunst auszuüben, während ich an der Universität studierte.
2001 Als ich 21 Jahre alt war, wechselte ich zur Academy of Art University in San Fransisco und studierte weiter Kunst, insbesondere die Grundlagen, wie beispielsweise das Zeichnen von Körpern. Durch das Studium an der Universität gewann ich eine Menge Freunde. Sie studierten Filmkunst, Mode, Grafikdesign, Animation und jeden anderen Zweig der Kunst. Für mich war das eine hervorragende Anregung. Ich brachte mir die Technik der Airbrush selbst bei, während ich die Grundlagen des Zeichnens an der Universität studierte. Mein Englisch war nicht besonders gut, daher wurde der Unterricht für mich zu einer echten Herausforderung. Da war einmal die amerikanische Art, Diskussionen auf der Grundlage des Unterrichts zu führen, aber auch die Bewältigung meiner zugeteilten Aufgaben, die mir nicht leicht fiel. Dennoch lernte ich die Grundlagen für einen Künstler, wie z. B. die Haltung zur eigenen Arbeit und die objektive Perspektive.
2003 Als ich 23 Jahre alt war, lebte ich nach meinem Abschluss in San Francisco, arbeitete halbtags und schuf Kunst. An viele Kunstausstellungen verschickte ich Postkarten, zu einigen brachte ich sogar eine Auswahl meiner Arbeiten, doch selten registrierte ich eine positive Reaktion.
Kurz vor Ablauf meiner Aufenthaltsgenehmigung entschloss ich mich, ein letztes Bild zu malen. Dabei erinnerte ich mich an eine Inspiration auf Hawaii. Ich malte ein von mir schon oft dargestelltes Landtier, welches sich auf dem Meeresgrund entspannte.
2004 Als ich 24 Jahre alt wurde, kehrte ich nach Japan zurück. Das Bild nannte ich „Mother Ocean“ (Mutter Ozean). Und genau dieses Werk wurde ausgezeichnet und gewann den zweiten Preis im 2. Japan Art Academy Award, bei dem es keinen Hauptpreisgewinner gab. Dies führte zu meinem Leben als Künstler.
2005 Ich begann damit, meine Kunstwerke in Galerien und Kunstausstellungen in Japan und im Ausland zu zeigen. Ich formte originelle Leinwände, z. B. Kreise oder Ovale. Die erste Ausstellung, die nur mir gewidmet war, fand in der Yutaka Galerie in Japan statt.
2006 Ich fing mit Kohlezeichnungen an. Ich wurde Mitglied der Worldwide Nature Artists Group und begann, die Natur durch meine Arbeit zu unterstützen. In New York hatte ich meine erste Ausstellung in der Agora Galerie. Dazu stellte ich auf der Art Melbourne, der Art Sydney und der Bastia Frankreich aus.

 

2007 Ich fing an, die „Familienserie“ zu zeigen. Durch das Leben und die Tierfamilien möchte ich die innigen Gefühle der Zuneigung ausdrücken, die auch wir zu unserer Familie und zu anderen haben. Ich fing mit dem Verkauf von Puzzles der Fa. Epoch Inc. in Japan an. Ich stellte auf der Art Melbourne aus.
2008 Ich experimentierte mit neuen Farben und fing mit dem Verkauf von Puzzles der Fa. Ceaco Inc in U.S.A. an.In der Vergangenheit waren viele meiner Bilder in Blau gehalten und stellten Raubkatzen wie z. B. Tiger dar. Doch vor einigen Jahren fing ich mit neuen Farben und verschiedenen Tierdarstellungen an. Selbst auf anderen Kontinenten konnten Produkte vorgestellt werden, die mit meiner Kunst verbunden sind. Dies führte schließlich dazu, dass sie von vielen Menschen gesehen werden. An meinen Werken interessierte Personen fingen an, mir Feedback zu geben. Mir wurde deutlich bewusst, welche Freude das Betrachten meiner Bilder auslöst, und so machte ich mir Gedanken über deren Nützlichkeit für die Gesellschaft.
2009 Ich habe geheiratet und vertiefe das Thema „Familie“. Ich fing mit dem Verkauf von Puzzles der Fa. Ravensburger und Schmidt Spiele in Europa an.
2010 Seit einiger Zeit stelle ich die Bilderrahmen selbst her. Das Thema lautet: "Memory of the Trees" (Erinnerung der Bäume). Ich kaufe Bretter und Stämme, die nicht entrindet wurden, und bearbeite sie mit einer Säge oder einer Bohrmaschine. Die Formgebung unterscheidet sich von Holz zu Holz, doch stimme ich die Form der Leinwand mit der Form der Jahresringe des Baums ab. Danach lasse ich mich vom Baum inspirieren. Durch die Jahresringe kann ich die Lebensgeschichte und das Gedächtnis des Baumes, der älter als ich ist, fühlen - seine Großartigkeit, seine Zerbrechlichkeit und seine Lebenskraft. Ich möchte auf meine eigene Weise ausdrücken, was der Baum in seinem Leben durchgemacht hat. Bäume sind für mich Mittler zwischen der Menschheit und den Tieren. Ich behandle sie vorsichtig, damit sie meine Gedanken durch meine Arbeit mitteilen und von den Tieren erzählen können.